(Interviews) Uwe Tiedje, Autoren_Netzwerk

Aus unserer Reihe „Interviews“ folgt nun Uwe Tiedje aus Peine, Autor und Leiter des Autorennetzwerkes und des Autorenstammtisches Peine. Im Herbst 2018 stehen einige Veranstaltungen auf dem Plan, welche hier auch noch gesondert angekündigt werden – dazu gehören die Veröffentlichung einer Anthologie (2019) und eine Lesung im Kreisheimatmuseum Peine. Aufgrund der Länge wurde das vollständige Interview gekürzt.

Herr Tiedje erzählen Sie den Lesern etwas zu Ihrer Person und seit wann Sie das „Autorennetzwerk“ und den „Autorenstammtisch in Peine“ betreiben bzw. leiten.

In Peine geboren, machte ich eine Ausbildung zum Zimmerer. Später noch eine Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann. Seit nunmehr 38 Jahren arbeite ich jetzt in der Lagerlogistik.

Schreiben macht mir einfach Spaß. Schreiben verleiht ein Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit. Seit meinem achtzehnten Lebensjahr beschäftige ich mich mit dem Schreiben und habe schon immer den Traum gehabt, etwas zu veröffentlichen. Oft gab es Unterbrechungen im Schreibfluss, weil einfach das Leben dazwischen kam. Erst Ende 2014 entdeckte ich die Möglichkeit über Amazon im Selbstverlag zu veröffentlichen. Ich habe vier Bücher über Amazon veröffentlicht, zwei Fantasy Romane, ein Thriller und einen Gedichtband als Selfpublisher. Dazu zwei Anthologien mit dem Autoren_Netzwerk mit Kurzgeschichten und Gedichten.

Zur Zeit habe ich alle Bücher aus dem Verkauf genommen, da ich nach 3,5 Jahren Autoren_Netzwerk und dem daraus erworbenen Wissen festgestellt habe, dass ich viele Fehler bei der Veröffentlichung aus Unwissenheit gemacht habe. Die Bücher sind in Überarbeitung.

Zum Autoren_Netzwerk:

Ich legte mir eine Homepage an, eine Autorenseite bei Facebook und vernetzte mich über meine Homepage mit rund 65 anderen Autoren, teils Selfpublisher wie ich, aber auch mit Autoren, die für Verlage arbeiteten und postete Dinge, die ich herausfand in Facebook-Gruppen, um anderen Autoren die Sucherei und die Zeit im Netz zu verkürzen. Am Anfang eigentlich als Dankeschön für die Antworten, die ich in diesen Gruppen erhielt. Nach langen überlegen kam mir die Idee, im März 2015 gründete ich die Gruppe „Autoren_Netzwerk“. Wir können in dieser Gruppe Diskussionen führen, geben Neustartern Einsteigertipps, diskutieren über aktuelle Geschehnisse uvm. Die Gruppe startete mit 65 Autoren. Das Autoren_Netzwerk brachte eigenständig zwei Anthologien heraus. Heute nach ca. 3,5 Jahren sind es knapp 4800 Menschen. Auf Facebook gibt es viele verschiedene Gruppen unter „Autoren_Netzwerk“. Unsere Homepage ist unter www.autorenimnetzwerk.de zu erreichen.

An welchen Projekten arbeiten Sie derzeit mit Hochdruck und welche möchten Sie unbedingt für Autoren umsetzen?

Aktuell suche ich nach Möglichkeiten, den Autoren Orte für Lesungen anzubieten. Dazu habe ich unter anderem mit der Weserschifffahrt Kontakt aufgenommen, denn bei einer Lesung während einer gemütlichen Flussfahrt kann man sich auch gut unterhalten. Weitere Projekte sind u.a. eine Anthologie welche den Namen „Spannung, Abenteuer & Liebe“ tragen wird und Anfang 2019 erscheint. Ich werde im November 2018 ein Seminar im Kreisheimatmuseum unter „Wo und wie veröffentliche ich mein Buch“ halten. Weitere Infos dazu im Autoren_Netzwerk.

Was war Ihr bisher schönstes Erlebnis im Kreise der Autoren?

Ich freue mich über jedes positive Ereignis, das aus einer der Gruppen entsteht, denn das bestätigt mich in dem was ich tue und treibt mich weiter an. Auch entwickeln sich Freundschaften.

Schreiben Sie derzeit an einem Buch als John McLane und wann soll es evtl. erscheinen?

Ich plane ein neues Buch, aber als Uwe Tiedje, nicht als John McLane. Mein Pseudonym werde ich sterben lassen. Meine Bücher, die ich nebenbei überarbeite, werden ebenfalls unter meinem richtigen Namen erscheinen. Das Buch wird ein Krimi oder Thriller (steht noch nicht genau fest). Wann es erscheinen wird kann ich daher auch noch nicht sagen.

Woher nehmen Sie Ihre vielfältigen Ideen hinsichtlich Ihrer Arbeit im „Autoren_Netzwerk“?

Die Ideen entstehen im täglichen Leben. Aus der Zeitung, online, jemand schreibt etwas in eine Gruppe, Diskussionen. Das ist völlig unterschiedlich. Man darf auch keine Scheu haben, wenn man zum Umsetzen einer Idee die Hilfe von anderen benötigt.

Zu welcher Tageszeit sind Sie am aktivsten?

Das ist unterschiedlich. Wenn es erforderlich ist, werde ich aktiv. Auch beim Schreiben gibt es keine festen Uhrzeiten.

Wie gehen Sie mit „Schreibblockaden“ um?

Gibt es bei mir nicht. Wenn ich Lust habe, setze ich mich hin und schreibe. Wenn nicht, schreibe ich auch nicht. Ich setze mich nicht unter Druck, um ein Buch zu einem bestimmten Zeitpunkt herauszubringen.

Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen. Wer mehr über das Autoren_Netzwerk erfahren möchte, wird fündig auf Facebook und unter www.autorenimnetzwerk.de 

 

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3 Kommentare

  1. Sarah
    Juli 20, 2018 / 10:25 am

    Interessanter Beitrag. Daumen hoch!

  2. Thomas Märtens
    Juli 22, 2018 / 5:10 pm

    Klar erkennbar. Hier hat jemand einen Plan vom Schreiben und leistet sehr anerkennenswerte Arbeit in den Autorennetzwerken.
    Nicht nur wer lesen kann, sondern wer auch liest liegt klar im Vorteil. Für mich heißt das, dass ich aus diesem Interview einiges gelernt habe.

  3. Gerhard A. Spiller
    Juli 23, 2018 / 10:50 am

    Da kann ich Thomas Märtens nur zustimmen, insbesondere zur Anerkennung für die Arbeit von Uwe Tiedje. Die Arbeitsleistung kann man nicht hoch genug bewerten, aber auch die Bereitschaft, das gesammelte Wissen mit anderen zu teilen, muss sehr lobend hervorgehoben werden – denn leider ist so etwas nicht immer üblich.

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