(Interviews) Antje Koller „Gestrandete Autorin“

Autorin Antje Koller ist sehr aktiv, neben ihrer beruflichen Arbeit geht sie auch ihrer Leidenschaft des Schreibens und Abgabe eines neuen Romans nach. Hier noch ein Interview mit ihr, damit ihr noch ein wenig über sie erfahrt, auch sie ist regelmäßige Teilnehmerin des Autorenstammtisches in Peine.

Wie schnell haben Sie sich in ihrer neuen Umgebung der Ortschaft Broistedt eingelebt?

In Broistedt habe ich mich sehr schnell heimisch gefühlt. Zum einen ist es ja so, dass man sich dort daheim fühlt, wo das Herz zuhause ist, zum anderen haben aber auch viele Menschen dazu beigetragen, dass ich hier mittlerweile voll und ganz angekommen bin. Es war der herzliche Empfang meines Lebensgefährten ebenso, wie die unglaublich tolle Förderung durch den Kulturverein Lengede. Nette Menschen, die Möglichkeit sich zu verwirklichen und natürlich die Liebe, was braucht es mehr?

Was die Erholung betrifft, da freue ich mich schon sehr auf die warmen Frühlingstage, an denen ich wieder auf unserer Terrasse relaxen kann. Außerdem mag ich Spaziergänge an den Lengeder Teichen und wenn es die Zeit erlaubt, dann geht es an manchen Wochenenden in meine alte Heimat, wo ich mitten im Wald in der schönen Dübener Heide den Alltag komplett hinter mir lasse.

Was inspiriert sie Bücher über Lyrik zu schreiben und an welchem Projekt arbeiten Sie aktuell?

Meine Inspiration zum Schreiben lag am Anfang einfach nur darin, dass ich ein Ventil für Erlebtes und meine Emotionen brauchte. Daher kommt wohl der Ausdruck „sich etwas vom Herzen schreiben“ 😉 Inzwischen geschieht das zwar gelegentlich immer noch, aber es macht mir auch einfach nur Freude mit Worten zu spielen, neue Lyrik, Songtexte, Kurzgeschichten u.a. zu kreieren. Außerdem finde ich es wunderbar, wenn ich in meinen Werken einiges von meinen Lebenserfahrungen an andere Menschen weitergeben kann. Hoffnung, manchmal auch Trost schenken oder aber auch nur einmal dazu anregen über das eigenen Leben nachzudenken, das ist mir ein Herzensanliegen.

Aktuell arbeite ich intensiv an neuen Songtexten unter anderem auch zu bereits fertigen Melodien, welches eine ganz besondere Herausforderung für mich ist. Außerdem bekommt mein Kinderbuch-manuskript gerade seinen letzten „Überarbeitungs-Schliff“ und dann geht es damit auf Verlagssuche. In der verbleibenden Zeit oder wenn gerade neue Ideen angeschwirrt kommen, sitze ich an meinem ersten Roman, dessen Manuskript ich in diesem Jahr gerne vollenden möchte.

Wie lange schreiben Sie an einem Buch? Arbeiten Sie jeden Tag daran und wie viele Stunden können beim Schreiben vergehen?

Wie lange ich für ein Buch brauche, das ist sehr verschieden. An meinem ersten Buch habe ich einige Jahre gearbeitet, das Zweite dagegen ist in wenigen Wochen entstanden. Bei meinem dritten Lyrikband waren es einige Monate. Inzwischen habe ich jedoch so viele Gedichte geschrieben, dass ich jederzeit einen neuen Lyrikband veröffentlichen könnte und fast täglich entstehen weitere, weil es mir einfach viel Freude bereitet. In diesem Jahr soll jedoch zunächst meine „Gestrandet“ Trilogie“ als Hardcover in einem neuen Kleid erscheinen. Mehr Infos zu ihren Büchern auf antjekoller.de

Da ich an mehreren verschiedenen Projekten gleichzeitig arbeite, schreibe ich nicht täglich an einem Buch. Doch es entsteht fast jeden Tag irgendetwas Kreatives, sei es ein Gedicht, ein Songtext oder eben die nächsten Seiten für den Roman. Das kommt ganz auf meine Stimmung und Einfälle an. Gedichte verfasse ich in der Regel innerhalb von wenigen Minuten, Songtexte dauern da schon etwas länger und an meinem Roman kann ich, wenn ich gerade gute Ideen habe, schon ab und zu mal die ganze Nacht hindurch schreiben. Genauso, wie es auch passieren kann, dass ich nachts aufstehe oder eine Autofahrt unterbreche um schnell ein paar Notizen zu machen.

Wie reagieren Sie auf Kritiken? Nehmen Sie sich diese zu Herzen?

Für Kritiken bin ich immer offen. Sie sind gerade bei meinem Schaffen sehr wichtig, helfen sie mir doch zu sehen, wie meine Werke auf andere wirken und woran ich vielleicht noch arbeiten muss. Mein erster und bester Kritiker ist mein Lebensgefährte 😀

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